Faszination Kuba

Keine andere karibische Insel bietet so viel Vielfalt und Schönheit wie Kuba. Traumhafte, von Kokospalmen gesäumte schneeweisse Strände und das türkisfarbige karibische Meer können jeden verzaubern. Für viele ist Kuba einer der schönsten Flecken auf Erden, eine Insel mit viel Kultur, Geschichte und Charme, mit einer vielseitigen Natur und Menschen mit einer wunderbaren Gastfreundschaft. Gebirgszüge, Mangrovensümpfe, kleine Inseln und eine überwältigende Vegetation bestimmen das Bild. Tabak- und Zuckerrohrfelder wechseln sich mit Reis- und Bananenplantagen ab. Der Besuch einer örtlichen Zigarren- oder Rumfabrik ist Pflicht einer Kubareise. Und nicht zu vergessen ist für alle Musik- und Tanzbegeisterte der obligate nächtliche Besuch einer Casa de la Musica, wo man mit den bekanntesten Salsabands bis tief in die Nacht tanzen kann. Mit unserem Hintergrundwissen können wir Ihnen viele nützliche Informationen zum Ausgehprogramm machen und Tipps für tolle Paladares (Privatrestaurants) geben.

 

Vivir a lo cubano

Die Kubaner sind Meister, das Leben trotz Widrigkeiten zu geniessen, am besten in der Gemeinschaft. Überall vor den Häusern wippen die Leute bei einem Schwätzchen in Schaukelstühlen und auf den Strassen wird Domino und Baseball gespielt. Mit ihrem Improvisationstalent können die Kubaner aus wenig viel machen. Die US-Oldtimer zum Beispiel werden immer wieder zum Fahren gebracht, auch wenn keine Ersatzteile vorhanden sind.

 

Musik – Salsa, Son und neue Rhythmen

Musik und Tanz sind ein Lebenselixier der Kubaner. Immer lässt sich einen Grund für ein rauschendes Fest finden, wo man die Alltagssorgen vergessen kann. Die Kubaner kennen unglaublich viele Lieder, die sie zusammen singen.  Musik- und Tanzstile wie Rumba, Mambo, Cha-cha-cha, Salsa, Latin Jazz und Son sind auf Kuba entstanden. Die heutigen jungen Musiker sind sehr gut ausgebildet und verbinden ihre traditionelle Musik mit Klassik und Jazz und kreieren ihren eigenen Stil von moderner Musik wie z.B. Reggaeton a lo cubano.

 

Religion

Die afrokubanische Religion wird immer stärker spürbar in Kuba. In der Santería verschmelzen zwei Glaubensrichtungen miteinander: Der Katholizismus und die Yoruba-Religion aus dem Kulturraum des heutigen Nigeria. Da es den einstigen Sklaven unter der spanischen Herrschaft nicht erlaubt war, ihre Orishas  (Götter) zu verehren, tarnten sie ihre Götter als Bildnisse christilicher Heiliger. Viele Katholiken suchen heute Rat und Heil bei einer Santera, einem Santero oder einem Babalao und sind praktizierende Anhänger der Santería. Auch in der Musik und im Tanz spielt die Santería eine wichtige Rolle, weil die Yoruba-Religion eine fast unerschöpfliche Quelle von Rhythmen, Gesängen und Tänzen hat.

 

Die Revolution – Errungenschaften und Probleme

Alphabetisierung, kostenloser Zugang zu Bildung, Kultur und Gesundheitsversorgung, hohe Lebenserwartung und niedrige Kindersterblichkeit, gute Ausbildung (leider ohne Möglichkeiten sie anzuwenden), weitgehende Gleichberechtigung zwischen den Ethnien und den Geschlechtern sind die Errungenschaften der Revolution. Doch die unproduktive Wirtschaft macht dem Land zu schaffen. Lange Schlangen vor Verkaufsstellen und Restaurants, das Fehlen von Alltagsgegenständen, schlecht funktionierende Verkehrsmittel, lähmende Bürokratie und Korruption offenbaren die Mängel des kubanischen Systems. Der Tourismus hat sich zwar zu einer sprudelnden Devisenquelle entwickelt  aber gleichzeitig hat er auch wachsende Umweltprobleme, Lohnspreizung, Prostitution und Kleinkriminalität gefördert.  

 

Havanna

In der grössten Stadt Kubas pulsiert das Leben. Aus der Ferne bietet Havanna einen spektakulären Anblick: Wellen schwappen über den Malecón, die berühmte Uferpromenade, wo Verliebte flanieren und die Leute auf den Mauern sitzen um die erfrischende Brise des Meeres zu geniessen. Leider ist die Metropole in einem baulich desolaten Zustand. Koloniale Adelspaläste, Villen und alte US-Hochhäuser verfallen und bewahren zugleich den Charme einer andern Zeit. Zur nostalgischen Atmosphäre tragen auch die US-Oldtimer aus den 1950iger Jahre bei, die liebevoll gepflegt und repariert und  teilweise zu Sammeltaxis (Collectivos) umfunktioniert werden.

 

Habana vieja

Prächtige Plätze mit Kolonialen Bauten, schicke Restaurants in Palästen und kultige Bars – Havannas Altstadt atmet das Flair längst vergangenen Epochen. Jedes Gebäude und jeder Platz erzählt seine eigene Geschichte. Der Zerfall schritt nach der Revolution in grossen Schritten voran. 1982 wurde Havanna von der UNESCO zum Kulturgut der Menschheit erklärt. Inzwischen wurden in Habana Vieja viele Plätze, Hauptgassen und Gebäude saniert.

 

Malecón – die Lebensader Havannas

Am Castillo de la Punta, am oberen Ende des Prado nimmt der Malecón seinen Ausgang. Von hier führt die fünf Kilometer lange Promenade direkt am Meer entlang in den Stadtteil Vedado. Am Malécon treffen sich Fischer und Liebespaare, Prostituierte und Strassenhändler, Familien mit Kindern und Rentnermit Hund. Am Wochenende verwandelt sich die Promenade abends in eine einzige Partyzone, die Habaneros versammeln sich bei Musik und Rum.

 

 Vedado

Das Quartier Vedado ist im Vergleich zu Habana Vieja offener und luftiger. Viele Hotels befinden sich hier. Das Schönste und Nobelste ist das Hotel Nacional mit seinen Zwillingstürmen, gebaut auf einem Felsvorsprung über dem Malecón. Palmengesäumten Strassen laden zum Bummeln ein und immer wieder entdeckt man wunderschöne Architektur im Kolonialstil aber auch halb verfallene Bauten. Das urbane Zentrum bildet ‚la Rampa‘ und die ‚Calle 23‘. In ihrer unmilttelbarer Nähe befindet sich der Eiscremepalast ‚La Copelia‘, wo sich die Kubaner ein Eis kaufen können, wofür sie manchmal stundenlang anstehen müssen.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in Havanna:

  • Die Kathedrale in Alt-Havanna
  • El Prado (Prunkstrasse ) und der Parque Central
  • Castillo de los Tres Reyes del Morro, eine der ältesten Festungen Lateinamerikas
  • Der Hafen
  • Das Gran Teatro, prunkvoller Bau, wo Balletaufführungen auf höchstem Niveau gezeigt werden.
  • Calle  Obispo, erste restaurierte Strasse Havannas und Fussgängerzone • Viele verschiedene Museen
  • El mercado, der Kunsthandwerkermarkt, wo auch Künstler ihre Bilder zum Kauf anbieten
  • Bar Bodeguita del Medio, Bar Floridita, zwei berühmte Bars, wo sich der Schriftsteller Ernesto Hemingway seine Drinks genehmigt hat.

und vieles mehr…  

 

Trinidad

In Trinidad wird man in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt. Pastellfarbige Kolonialstilhäuser mit Holzgitter und wunderschönen Innenhöfen verzaubern die Besucher. Die Altstadt wurde von der UNESCO als Kulturerbe unter Denkmalschutz gestellt. Die  reiche Pracht verdankt Trinidad seinen Zuckerbaronen aus dem 18. Und 19. Jahrhundert, welche im benachbarten Tal „ Los Ingenios“ ihre Zuckerrohrplantagen hatten. Am Abend kann man Open Air Salsa-Live-Musik geniessen oder in der Casa de la Trova bei einem Mojito die wunderbaren Sonklänge der einheimischen Musikern lauschen. Bademöglichkeit gibt es an der sehr schönen Playa Ancon welche ca. 10 Autominuten vom Zentrum entfernt liegt.

 

Cienfuegos

Immer noch zeugen zahlreiche Gebäude vom früheren Reichtum des wichtigen Handelszentrums. Vom berühmten Palacio del Valle aus hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt und die Jagua-Bucht. Aufgrund ihrer Schönheit erhielt die Stadt den Beinamen „Perle des Südens“. Im historischen Zentrum gibt es viele sehenswerte Bauten wie das Theater von Thomas Ferry oder der José-Marti-Park mit dem Triumphbogen. Ein wenig ausserhalb der Stadt liegt der weitläufige und sehr malerische Jardin Botánico.

 

Viñales

Es werden Tagesausflüge nach Viñales angeboten, doch das Viñales-Tal mit dem wunderschönen Dorf Viñales hat viel zu bieten. Es gibt gute Möglichkeiten,  in einer der schönen Casas Particulares zu übernachten. Die  wunderschöne Landschaft mit seinen spektakulären Formationen und weite Tabakfelder laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Man kann die Gegend auch auf dem Pferderücken erforschen. 

 

Cayo Levisa

Rund 50 Kilometer von Viñales entfernt an der Nordküste der Provinz Pinar del Rio liegt das paradiesische Inselchen Cayo Levisa mit einem 3 Kilometer langen Traumstrand. Es gibt nur ein Hotel und es ist der ideale Ort zum Ausspannen, Nichtstun und Geniessen.